T50-30-Bedarfsnetz ...

Seit der Vorstellung des "ISEK-Entwicklungskonzept[s] Feldkirchen-Westerham 2040" bei der Bürgerwerkstatt 18.03.2024 gilt es nun,

1. die im erarbeiteten ISE-Konzept bereits enthaltenen Maßnahmen (Tempo30 in den Wohngebieten von Feldkirchen, Westerham, Feldolling und Groß-/Kleinhöhenrain" in die Umsetzungsplanung zu bringen

2. die mit teilweiser Beteiligung der Agenda21 ergangenen Gemeinderatsbeschlüsse 2016 (Lärmaktionsplan) und 2022/23 (Tempo30 innerorts auf der St2078, zumindest nachts wie in Großhelfendorf/Peiß) auf Maßnahmentauglichkeit zu überprüfen und soweit möglich aufzunehmen - und hierbei auch ...

3. von der Vernetzung mit den über 1000 Beitrittsgemeinden zum Bündnis www.lebenswerte-staedte.de zu profitieren
und vor allem

4. die bislang fehlenden Maßnahmen noch so weit wie möglich in das Konzept einzubringen

a) Tempo 30 in Vagen
in 2018 hatte der Ortsrat Vagen eine große (sogar Quorum-erfüllende) Bürgerumfrage/Unterschriftensammlung hierzu mit 58 Prozent PRO abgeschlossen und sich ebenfalls dafür ausgesprochen, während die Ortsräte Höhenerain und Feldolling damals keinen bzw. nur partiellen Tempo30-Bedarf vermeldeten.
Welche Prozessroutinen oder Detailergebnisse aus der ISEK-Bürgerbeteiligung haben bewirkt, dass es nun im ISEK-Plan genau umgekehrt verzeichnet ist?

b) Tempo30-Zone Aschbach-Altenburg-Oberreit
vom Gemeinderat am 25.03.2019 beschlossen, aufgehoben am 26.11.2020 - allerdings mit dem Ziel der Integration in das ISEK;
im Jahr 2023 startete die Großbaustelle Klinikum Schloss Altenburg mit entsprechender (dauerhafter) Verkehrszunahme; junge Mütter sammeln nun wieder Unterschriften für Tempo 30...

Zitat der Projektleiterin Frau Dr. Rube im Mangfallboten 22.03.2024: „Letztlich solle ISEK „über die gesamte Gemarkungsfläche der Gemeinde für 15 bis 20 Jahre zeigen, wo die Reise hingehen soll“. Dazu sollten auch Altenburg und Vagen zählen.

In der Planpräsentation vom 18.März 24 kommt Vagen mit vier punktuellen Maßnahmen (einschl. Dorfmittenneugestaltung) sowie Bustaktung vor. "Mobilität" erscheint 18 Mal. Die Suchbegriffe "Lärm" und "Altenburg" haben allerdings bisher Null Treffer. Es gibt also noch was zu ergänzen.

Zur Bürgerwerkstatt 18.3.24 siehe
>> https://feldkirchen-westerham.de/aktuelles/2011-isek-buergerwerkstatt-gemeinsame-gestaltung-und-gemeindeentwicklung.html
der Link zur Präsentation ist vor Ostern verloren gegangen. Darin dieser - hier mit #-Fragen versehene >> ISEK-Gemeindeplan März 2024

(29.3.24)

Schreiben aus dem AK Verkehr an das ISEK-Projekt mit FRAGEN und Ergänzungsvorschlägen

im öffentlichen AKV-Treff am 10.4.2024 wurden die vorliegenden ISEK-Ziele und Maßnahmen entsprechend der Präsentation bei der Bürgerwerkstatt 18.3.24 (Weiteres liegt dem AKV nicht vor) besprochen und weitestgehend begrüßt. Vieles ist ambitioniert zu nennen und hängt von Umsetzungsmöglichkeiten und -willen ab.
Festzustellen ist aber auch, dass von den AKV-Vorschlägen und bereits mehrfach auch in ISEK eingebrachten Gemeinderatsbeschlüssen, vieles nicht enthalten ist, ohne dass hierfür Gründe genannt worden wären. Speziell das Hauptthema innerörtlicher Verkehrsberuhigung "T50-Netz festlegen - Rest soll dann nach Möglichkeit T30-Zone werden" fehlt bislang.

Ob die Gemeindebürger und Teilnehmerinnen der diversen (auch einzeldörflichen) Workshops z.B. für Tempo 50 in Altenburg und Vagen gewesen waren, so dass dort das Konzept "T30 in Wohngebieten" durchbrochen werden musste, ist noch zu betrachten.

Die 9 TN des AKV vom 10.4.24 haben diese Fragen und Ergänzungswünsche ans ISEK-Projekt zusammengestellt:

---> Schreiben 03.05.2024: AKV-Schreiben-an-ISEK 3.Mai 2024

--> Anlagen zum Schreiben:  AKV-an-ISEK 3.Mai 2024 / Anlagen

(3.5.24)

 

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RÜCKBLICK ---

Seit Weihnachten 2020 war hier als Merkposten für den auf Eis gelegten Vorgang ein Meme gestanden:

"... verfahrene Sache T50-Bedarfsnetz oder schöne Bescherung ISEK...?

verfahrene Sache T50-Bedarfsnetz oder schöne Bescherung ISEK" Zitat Ende

Man war sich aber einig, das Agenda21-Konzept und die konkreten GR-Beschlüsse hierzu in ISEK zu integrieren.

... drei jahre Projektarbeit

Ein Tempo50-Bedarfsnetz für die Gemeinde demokratisch festlegen und dokumentieren, in Wohngebieten dann nach Möglichkeit Tempo30-Zonen umsetzen. Dieses im AK Verkehr erarbeitete Konzept fand zunächst große Zustimmung. 2018 im Umweltausschuss mit 13 zu 0, am 25.3.19 im Gemeinderat mit 22 zu 1. Für die Initiatoren der Agenda 21 überraschend wurde das Projekt am 26.11.20 vom Gemeinderat mit 16 zu 7 Stimmen gestoppt.

Ohne zählbares Ergebnis war demnach das vielgelobte Konzept vielleicht ja doch nicht so gut gewesen. Für den AK Verkehr hätte es dennoch eine konstruktive Weiterbearbeitung verdient. Nicht erst - wie dem Ratsgremium vorgeschlagen - bei einem "intergrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept" (ISEK). Die im nachfolgenden Werdegang berichteten Inhalte bleiben jedenfalls aktuell - so wie auch der Wunsch nach Verkehrsberuhigung in den Wohngebieten nicht aufgehoben sein dürfte.