Frisch gestrichen Neu in Feldkirchen Westerham

Sprit wächst vor der Haustüre

Pflanzenöl-Tankstelle am Lagerhaus in Westerham eröffnet ! ! !


 
In einer eindrucksvollen konzertierten Aktion von AGENDA21, LHG Lagerhaus, Maschinenring und einem Landwirt aus Aschhofen ist ein interessantes Projekt zur lokalen Kreislaufwirtschaft realisiert worden.
 
Während überall im Land das Tankstellen-Sterben weiter geht, ist am Lagerhaus in Westerham eine völlig neuartige Tankstelle entstanden. Angeboten wird hier ein Treibstoff der Zukunft aus nachwachsenden Rohstoffen, nämlich reines Pflanzenöl.
Der Raps als Rohstoff für diesen Treibstoff ist auf den Feldern um Aschhofen gewachsen und das Öl wurde in einer nahe gelegenen Ölmühle lediglich kalt gepresst und gefiltert. Pflanzenöl als umweltfreundlicher Treibstoff kann von Diesel-Fahrzeugen genutzt werden, besonders, wenn sie dazu speziell umgerüstet wurden. Leistung und Verbrauch sind ungefähr gleich, wie beim Betrieb mit normalem Diesel.
Pflanzenöl ist wesentlich umweltfreundlicher als andere Kraftstoffe, weil das Auto damit nahezu CO2 neutral fährt, und somit sehr viel weniger zur Klimaproblematik beiträgt. Außerdem enthält das Öl keine Schwermetalle und keinen Schwefel. Es kann von unseren Landwirten lokal erzeugt werden, muß nicht in gefährlichen Transporten über tausende von Kilometern um die halbe Welt geschifft werden, und ist nicht explosions- und grundwasser-gefährlich.

Pflanzenöl ist nicht zu verwechseln mit sogenanntem BioDiesel!

Dieser basiert zwar auch auf Rapsöl, muß aber in einem aufwendigen Verfahren verestert, raffiniert und somit an den Serien-Dieselmotor angepasst werden (RME = RapsMethylEster).

Für Benzinmotoren ist Pflanzenöl nicht geeignet.

Seit einigen Tagen ist nun die Pflanzenöl-Tankstelle beim Raiffeisen Lagerhaus in Betrieb. Registrierte Stammkunden können rund um die Uhr mit ihrer Kreditkarte tanken. Für die Laufkundschaft ist das Tanken auf die Geschäftszeiten des Lagerhauses beschränkt.
Die Umrüstung eines Dieselfahrzeuges kostet je nach Fahrzeugtyp und gewünschtem Komfort zwischen 1.500DM und 8.000DM.
Der Preis für Pflanzenöl liegt jedoch bei sehr günstigen DM 1,10 pro Liter.
Somit ist bei einem Preisvorteil von mehr als 50 Pfennig gegenüber dem Liter Diesel autofahren mit Pflanzenöl auch wirtschaftlich interessant - besonders für Vielfahrer.

Die offizielle Einweihung der Tankstelle findet voraussichtlich im Rahmen des Jubiläums des Bauernmarktes am 28. September statt.

August 2001 Helmut Schulte
Einweihung

Die Geschäftsführer von LHG Lagerhaus und Maschinenring, Alfred Kögl und Stefan Schelle mit dem Sprecher des Arbeitskreises Energie Helmut Schulte beim betanken des ersten Fahrzeuges.


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Weitere Informationen zum Thema
 
auf dieser Seite  Autofahren mit Pflanzenöl
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auf dieser Seite  Es gibt drei Wege zu fahren
auf dieser Seite  Der Unterschied
auf dieser Seite  Regenerativer Energieträger
auf dieser Seite  Einsatz und Anwendungsbereich
 
 
 
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Autofahren mit Pflanzenöl

Pflanzenöl als Treibstoff kann nur von Diesel-Fahrzeugen genutzt werden, am besten, wenn sie dazu umgerüstet wurden.

Laut STVZO §19-24 dürfen Diesel-Fahrzeuge auch mit Pflanzenöl betrieben werden, ohne dass die ABE erlischt.

!!! Achtung: Nicht für Benziner geeignet !!!

Der Verbrauch ist ungefähr der gleiche, wie mit Diesel. Die Leistung ist etwa die gleiche, wie mit Diesel.

Die Rede ist hier von reinem Pflanzenöl, das lediglich kalt gepresst und gefiltert wird.

Raps, Sonnenblumen, Leindotter, Nüsse, Mohn - 12 Sorten Ölpflanzen allein in Deutschland.

Purgiernuß in Wüstenrandgebieten 8 mal ertragreicher (=>Chance für Entwicklungsländer)

!!! Achtung: Pflanzenöl ist nicht zu verwechseln mit sogenanntem BioDiesel !!!

BioDiesel basiert zwar auch auf Rapsöl, wird aber in einem aufwendigen Verfahren verestert und raffiniert und somit an den Serien-Dieselmotor angepasst (RME = RapsMethylEster)

 
 
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Unser Sprit wächst vor der Haustüre


Autofahren
ohne Klimaschaden


CO2 neutral
Keine Schwefel
Keine Schwermetalle


mit naturbelassenes
kaltgepresstes Pflanzenöl


 
 
 
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Es gibt drei Wege mit kaltgepresstem Pflanzenöl zu fahren

Vollumrüstung Zwei Tank System Beimischung
 
Das Fahrzeug kann nach der Umrüstung uneingeschränkt mit Pflanzenöl betrieben werden. Es kann insbesondere auch mit Pflanzenöl kalt gestartet werden und man fährt damit wie mit jedem anderen Auto auch.
Pflanzenöl und Diesel können im vorhandenen Tank auch beliebig gemischt werden und selbst der reine Dieselbetrieb ist weiterhin möglich. Man ist also - z.B. auf Reise - durchaus nicht ausschließlich auf Pflanzenöl angewiesen.

Dies ist der komfortabelste Weg, der natürlich auch seinen Preis hat.

Internet:
www.pflanzenoel-motor.de
www.elsbett.de

Auskünfte/Erfahrung:

Helmut Schulte
Miesbacher. Str 19A, Feldk.-Westerham
Tel. 08063/5408
Bei diesem System wird kein Eingriff in den Motor gemacht. Der kalte Motor muß zunächst mit Diesel oder BioDiesel gestartet und warm gefahren werden. Danach kann auf Pflanzenöl umgeschaltet werden. Es muß also ein zweiter Tank nachgerüstet werden ( z.B. in der Mulde des Reserverades ). In dem einen Tank hat man Diesel, in dem anderen das Pflanzenöl. Die Umschaltung von Diesel auf Pflanzenöl kann in den meisten Systemen automatisch durch Thermostat erfolgen. Auf den letzten Kilometern einer Fahrt bleibt dann die Entscheidung nicht erspart, ob das Fahrzeug anschließend für längere Zeit abgestellt wird. In diesem Fall muß nämlich von Hand (!) auf Diesel zurückgeschaltet werden, damit der kalte Motor später wieder mit Diesel starten kann.

Diese Entscheidung ist natürlich etwas unbequem und man sieht daran, daß das System für den reinen Kurzstreckenbetrieb ungeeignet ist.

Vorteil ist, daß die zwei Tank Systeme deutlich billiger sind, und der Einbau des 2. Tanks von geschickten Bastlern evtl. sogar selbst vorgenommen werden kann.

Auch bei dieser Art der Umrüstung sollte man sich genauestens über die rechtlichen Konsequenzen (Betriebserlaubnis), Zulässigkeit und Gewährleistungsproblematik informieren.

Internet:
www.diesel-therm.de
www.biocar.de

Auskünfte/Erfahrung:

Peter Emmert
An der Bahn 3, Feldkirchen-Westerham Tel. 08063/1421
Die Praxis scheint es zu beweisen: Viele Dieselfahrzeuge können (zumindest im Sommer) auch ohne Umrüstung mit einer Beimischung von Pflanzenöl zum Diesel betrieben werden. Die Beimischung ist von jedem Fahrzeugbesitzer selbst zu verantworten und geht voll auf eigenes Risiko! Man sollte sich vorher also ganz genau erkundigen, welche Motoren unter welchen Bedingungen mit Pflanzenöl betrieben werden können.

Spritleitungen, Kraftstoffpumpen, Einspritzdüsen und Ventile (Ventilsitze) sind serienmäßig nicht auf Pflanzenöl ausgelegt und können eventuell in Mitleidenschaft gezogen werden. Man muß also sehr genau wissen, was man tut !

Es gibt aber dazu im Internet eine Fülle hochinteressanter Erfahrungs- und Praxis-Berichte.

Internet:
www.fmso.de
 
 
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Der Unterschied zwischen Biodiesel und naturbelassenem Pflanzenöl

 

Beim Biodiesel wird das Pflanzenprodukt auf die Motoreigenschaften angepasst.

  • Das bekannteste Verfahren ist die Umesterung durch Glycerinabspaltung und Neuveresterung der Fettsäuren mit Methanol (oder Ethanol).


  • Ebenfalls dieselähnliche Kennwerte haben Kraftstoffe, die durch Beimischung von Pflanzenöl (z.B. 10 % Rapsöl) zu mineralischem Rohöl und anschließender Verarbeitung in Mineralölraffinerien produziert werden (VEBA- Verfahren).


  • In der Erprobungsphase befindet sich der Kraftstoff Tessol NADI, eine Mischung aus Rapsöl, Alkohol und Spezialbenzin (oder RME).


Bei der Verwendung von naturbelassenem Pflanzenöl muß die Verbrennungstechnik des Motors auf die Kraftstoffeigenschaften abgestimmt werden.

  • Bei direkt einspritzenden Spezialmotoren werden in der Regel Kolben mit integriertem Brennraum sowie tangential dazu angeordnete Einlochdüsen eingesetzt (z.B. Elsbett, AMS, AAN).

  • Als indirekt einspritzende Spezialmotoren finden großvolumige, langsamlaufende Vorkammer- oder Wirbelkammermotoren Verwendung (z.B. Henkelhausen).

  • Neben dem Einsatz von Spezialmotoren bietet sich die Möglichkeit, Serien-Dieselmotoren durch Umrüstung an Pflanzenöl anzupassen (z.B. VWP, Hausmann, Biocar, Wolf, Elsbett, Weigel).

 
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Natürliches Pflanzenöl als regenerativer Energieträger

  • Die Umweltbelastung bei Herstellung und Verwendung von kaltgepresstem Pflanzenöl wird gegenüber Mineralöl basierten Treibstoffen trastisch gesenkt.


  • Bei der Nutzung im Verbrennungsmotor werden CO2 und Stickstoff im Kreislauf der Photosynthese geführt, der Rußausstoss wird deutlich gesenkt und die Schwefeldioxid Emissionen sind praktisch Null.


  • Der als Abfallprodukt enstehende Ölkuchen ist ein begehrtes Futter- und Dünge- Mittel, und kann somit aufwendige Sojascgrotimporte und Mineraldünger ersetzen.


Nachhaltige Energiewirtschaft:
Die Verwertung von Pfanenöl und Ölkuchen findet im geschlossenen Energie- und Mineralstoffkreislauf statt

 
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Einsatz und Anwendungsbereiche

  • Treibstoff für Autos und Schlepper


  • Betriebsstoff für Blockheizkraftwerk Motoren


  • Sägekettenöl


  • Sprühöl (Korrosionsschutz für Maschinen)


  • Schalöl im Baubereich


Gerade bei den drei letzten Anwendungen ist das Pflanzenöl besonders umweltfreundlich, da es sich hierbei um Verlustanwendungen handelt, die normalerweise Boden und Gewässer belasten.
Pflanzenöl baut sich jedoch, ohne Schaden anzurichten, innerhalb kürzester Zeit biologisch ab.

 
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Helmut Schulte Okt.2000 

 
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